Der Gendarmenmarkt
Der Gendarmenmarkt gehört zu den berühmtesten Plätzen Berlins; und nicht wenige behaupten, er sei auch ihr schönster. Der Name des als »Friedrichstädtischer Markt« angelegten barocken Karrees geht auf das Kürassierregiment »Gens d’ Armes« zurück, dessen Stallungen sich einst hier befanden. Zum großstädtischen Schmuckplatz entwickelte er sich allerdings erst unter Friedrich II., der alle militärischen Nutzungen verbannte und von Karl von Gontard zwei identische Kuppelbauten errichten ließ, reine Schmuckarchitekturen ohne eigentlichen Zweck. Obwohl die Zwillingstürme nie für religiöse Zwecke genutzt wurden, sind sie bis heute als Französischer Dom und Deutscher Dom bekannt. Sie rahmen das 1821 fertig gestellte Schauspielhaus von Karl Friedrich Schinkel ein und prägen weithin sichtbar die Silhouette Berlins.
Der Gendarmenmarkt ist wie kein anderer Platz Berlins von einer weltstädtischen Atmosphäre erfüllt. Seine Klasse bezieht er aus der direkten Nachbarschaft zu solch herausragenden Adressen wie Staatsoper, Humboldt-Universität und dem Boulevard Unter den Linden; feine Geschäfte und Restaurants sowie zahlreiche Institutionen von Wirtschaft, Politik und Kultur sorgen für eine belebte, anregende Szenerie.